Unsere Themen

„Grüne Zukunft“ – für uns und unsere Nachkommen

Bereits im Jahr 2015 hat die UN die AGENDA 2030 ausgerufen. Mit ihr sind wir alle aufgefordert, in allen Lebensbereichen Nachhaltigkeit zu denken und zu leben. Von den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda sind für uns „Grüne“ im Leinebergland sieben von besonderer Bedeutung. Setzen wir sie konsequent um, können wir auch in unserer Kommune unseren Beitrag leisten, die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens noch zu erreichen, nämlich die stetig steigende Erderwärmung bei 1,5 °C zu stoppen.

Nachhaltigkeitsziel 1:

Armut in jeder Form und überall zu beenden

Keine ArmutArmut gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Die häufig existenzbedrohende Armut in Ländern des globalen Südens ist mit der Situation von Menschen in Deutschland mit niedrigem Einkommen nicht zu vergleichen. Beide Formen der Armut müssen jedoch bekämpft werden. Der Benachteiligung von Menschen mit niedrigem Einkommen in unseren Kommunen wollen wir mit einer „Teilhabekarte“ begegnen. Sie berechtigt zu Ermäßigungen oder befreit von Eintrittsgeldern, z. B. bei Sport-, Freizeit- oder Kulturveranstaltungen. Ferner streben wir die Förderung des sozialen Wohnungsbaus in möglichst gemischten Wohnquartieren an, wo unterschiedliche Menschen, egal ob alt, jung, arm oder reich, mit oder ohne Einschränkungen oder mit anderen Unterscheidungen zusammenleben.

Nachhaltigkeitsziel 3:

Gesundheit und Wohlergehen fördern

Gesundheit und WohlergehenAufgabe der Politik ist es, den Zugang aller Menschen zu guter medizinischer Versorgung bzw. lebensrettenden Medikamenten sowie zu gesunder Ernährung, sauberem Wasser und guter Luft zu sichern. Im ländlichen Raum zeichnet sich, befördert durch den demografischen Wandel ein Mangel an ärztlicher Versorgung ab. Hier Abhilfe zu schaffen, bedeutet für uns „Grüne“, Praxisinhaber*innen bei der Nachfolgesuche zu unterstützen und die Einrichtung regionaler medizinischer Versorgungszentren (RVZ) im Leinebergland zu fördern. Selbstverständlich ist für uns, das Krankenhaus in Gronau als regionale Gesundheitseinrichtung zu erhalten.

Nachhaltigkeitsziel 7:

Bezahlbare und saubere Energiequellen schaffen

Bezahlbare und saubere Energiequellen schaffenKlima- und umweltschonendes Wirtschaften und die damit verbundene soziale Entwicklung setzen den Zugang zu sauberen und sicheren Energiequellen voraus. Aktuell stammt ein Großteil der weltweit erzeugten Energie noch immer aus fossilen Quellen wie Kohle und Gas. Deshalb streben wir eine Energiewende an, die auf eine dezentrale Erzeugung von sauberer Energie setzt.
Dieses ermöglichen der konsequente Ausbau und die Förderung von Photovoltaik- und Solaranlagen im öffentlichen und privaten Bereich. Die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen eine Pflicht zu Photovoltaikanlagen in Neubaugebieten, die Förderung von innovativen Quartiersversorgungskonzepten und die energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden.
Ein offenes Beratungsangebot soll die Bürger*innen auf dem Weg zum „Strom vom eigenen Dach“ begleiten. Außerdem befürworten wir den Ausbau von Windenergieanlagen. Damit lässt sich im Verbund mit dem Energieversorger vor Ort ein Großteil des Bedarfs an sauberer Energie im Leinebergland decken.

Nachhaltigkeitsziel 9:

Nachhaltige Mobilität ermöglichen

Nachhaltigkeitsziel Nr. 9: Industrie, Innovation und InfrastrukturNachhaltige Mobilität bedeutet, sich zunehmend emissionsfrei fortzubewegen. Dafür wollen wir in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde die Verkehrswegeinfrastruktur insbesondere für Fußgänger- und Radfahrer*innen verbessern. Dabei ist ein konsequenter Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur mit breiten und sicheren Radwegen, wettergeschützten Radabstellanlagen, Ladestationen für E-Bikes, ein Lastenradverleih und die Einrichtung von Fahrradwerkstätten anzustreben. Damit das Radfahren auch außerhalb des Samtgemeindegebiets bequemer und sicherer wird, unterstützen wir den Ausbau von Anschlusswegen. Sie sichern den Zugang zu Angeboten in den Mitgliedsgemeinden und zum Bahnhof Banteln, der einen Anschluss an die Deutsche Bahn bietet. Nachhaltige Mobilität setzt ferner eine flexible und bezahlbare Personenbeförderung voraus. Für klimafreundliche Beförderungsmittel wie das E-Auto ist eine Ladeinfrastruktur zu schaffen, die ein Betanken mit Strom im öffentlichen Raum erlaubt. Unabdingbar für nachhaltige Mobilität ist außerdem die Förderung des ÖPNV.
Er ist an die Bedarfe seiner Nutzer anzupassen. Hierzu ist das bereits bestehende „Mobilitätskonzept Leinebergland 2030“ unter Inanspruchnahme von Fördermitteln konsequent umzusetzen.

Nachhaltigkeitsziel 11:

Nachhaltige Städte und Gemeinden

Nachhaltige Städte und GemeindenMit diesem Ziel sind wir als Gemeinde zum Handeln aufgefordert. Zur Förderung von Klimaschutz und Innovation bedarf es zahlreicher Maßnahmen, die zielführend zu koordinieren sind. Darum halten wir eine*n Klimaschutzmanager*in für die Samtgemeinde Leinebergland für unabdingbar.
Aufgabe dieser Person ist es, kommunale Verwaltung zu beraten, für Umweltschutzmaßnahmen zu sensibilisieren, Ressourcen zu bündeln und Ansprechpartner*in für die Bürger*innen zu sein. Hierzu fordern wir „Grüne“, alle Entscheidungen der politischen Gremien einem Klimavorbehalt zu unterwerfen, womit jede Entscheidung auf ihre Klimarelevanz hin zu überprüfen ist.
Besondere Klimarelevanz hat der Verbrauch von Fläche für Verkehrsanlagen und Neubauten. Diesen Flächenverbrauch wollen wir reduzieren und auf Nachhaltigkeit trimmen. So sollen bevorzugt Brachflächen saniert und wieder genutzt bzw. entsiegelt werden.

Nachhaltigkeitsziel 13:

Maßnahmen zum Klimaschutz

Nachhaltigkeitsziel 13: Massnahmen zum KlimaschutzWegen der weiten und intensiven Flächennutzung hat die Landwirtschaft großen Einfluss auf das Klima. Sie steht wegen ihrer Abhängigkeit vom Handel, der die Erzeugerpreise diktiert, unter großem ökonomischen Druck. Daraus folgt zu Ungunsten kleinerer bäuerlicher Betriebe ein Trend zu immer größeren Einheiten bei Ackerbau und Tierhaltung. Leider bleibt dabei allzu oft der Klima-, Natur- und Artenschutz auf der Strecke. Bei uns in Niedersachsen soll der sog. „Niedersächsische Weg“ als breite Allianz aus Naturschutz, Landwirtschaft und Politik Abhilfe schaffen. Diesen gilt es mit Engagement umzusetzen. Hierbei sind folgende Maßnahmen vorrangig:

  1. Der Schutz und die naturnahe Gestaltung der Ufer von Flüssen und Bächen.
  2. Der Schutz der Artenvielfalt von Pflanzen, Insekten, Vögeln und Kleintieren.
  3. Die Verringerung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel.
  4. Der Erhalt und die Wiederherstellung von Busch- und Blühstreifen an Feld- und Wegrändern u.v.m.

Nach unserer Überzeugung brauchen wir ferner eine Tierhaltungswende, also den konsequenten Ausstieg aus der industriellen Massen­tierhaltung. Dazu braucht es klare Regeln und eine finanzielle Unterstützung für die Landwirte. Eine Änderung unserer Ernährungs- und Konsumgewohnheiten wird ebenfalls erforderlich sein.

Nachhaltigkeitsziel 13:

Leben an Land

Nachhaltigkeitsziel 15: Leben an LandIntakte Ökosysteme sind die Grundlage für Leben auf der Erde und eine nachhaltige Entwicklung. Sind sie gestört, treibt das viele Menschen in Hunger und Armut, führt zu Umweltkatastrophen, gefährdet unser Klima und unsere Zukunft. In Deutschland ist seit 1994 der Umweltschutz im Grundgesetz verankert. 2002 ist der Tierschutz hinzugekommen. Doch den massiven Verlust an Biodiversität hat das nicht gestoppt. Inzwischen ist unübersehbar, wie sich die Natur verändert und zunehmend lebensfeindlicher wird. Grund hierfür ist eine renditeorientierte Waldwirtschaft, die industrielle Landwirtschaft aber auch unser Verhalten in unseren privaten Gärten und auf den Naturflächen unserer Gemeinde. Wir fordern deshalb, das im Nds. Kommunalverfassungsgesetz bereits bestehende Verbot von „Schottergärten“ endlich durchzusetzen. Hierzu müssen wir Haus- und Grundbesitzer über die mögliche Umgestaltung von Kleinstflächen zu wertvollen Biotopen aufklären und sie bei der Umsetzung unterstützen.
Ziel soll es dabei sein, den Menschen die Schönheit und Bedeutung der Natur nahezubringen. So sollte die Samtgemeinde mit gutem Beispiel vorangehen und auf ihren Flächen konsequent artenreiche und damit zukunftssichere Lebensräume schaffen. Damit entfallende „Pflegemaßnahmen“ führen dabei zu willkommener Kosteneinsparung. Letztendlich helfen wir nicht nur der Natur, sondern sorgen dafür, dass unsere Kinder und Kindeskinder auch in 50 und 100 Jahren noch eine lebendige und intakte Umwelt vorfinden.

Außerdem setzen wir uns ein für:

  • Regelmäßige Einberufung eines Jugendforums, in dem Kinder, Jugendliche und auch Eltern ihre Wünsche, Kritik und Anregungen im Dialog mit Rat und Verwaltung zur Sprache bringen können.
  • Schaffung weiterer öffentlicher Erlebnisräume, wie eine Skater-­Anlage oder einen Fitness-Parcours.
  • Ergänzung des Wochenmarktes um echte Bio-Angebote.
  • Sicherstellung einer hochwertigen Versorgung der Kinder in ­Horten und Kitas, mit möglichst flexiblen Betreuungszeiten.
  • Unterstützung des Ehrenamtes, des Sports, und internationaler Partnerschaften.
  • Zukunftssichere Entwicklung des Feuerwehrwesens in engem Dialog mit den Ortswehren.
  • Einführung eines Haus-Leerstandskatasters für alle Gemeinden und eine konzeptionelle Entwicklungsplanung für unsere Ortschaften; z. B. Planungshilfen für Altbaukäufer*innen.